Urs Schoettli - "Das asiatische Jahrhundert"

Von China als der Supermacht des 21. Jahrhunderts ist viel die Rede. Mit ihrem wirtschaftlichen und politischen Aufstieg könnten Indien, Japan und China dieses Jahrhundert zu einem asiatischen machen. Angesichts der zweistelligen Zuwachsraten der chinesischen Wirtschaft gilt es aber, nicht aus den Augen zu verlieren, dass abseits der neuen Megastädte über 60 Prozent der Bevölkerung in bitterer Armut lebt. Soeben ist die teils katastrophale Lage der 900 Millionen Bauern in einem in China verbotenen Buch vom Schriftsteller-Ehepaar Wu Chuntao und Chen Guidi ausführlich dokumentiert worden. Ein aktueller Bericht von Amnesty International klagt die gnadenlose Ausbeutung der 150 – 200 Millionen Wanderarbeiter an. Hinzu kommen Korruption, Umweltschäden und weiterhin massivste Menschenrechtsverletzungen im Land der Mitte.
Urs Schoettli, ursprünglich aus Basel, gewann internationale Erfahrung als Generalsekretär und geschäftsführender Vizepräsident der liberalen Weltunion in London. Von 1983 bis 1989 war er Südasienkorrespondent der Neuen Zürcher Zeitung in Delhi. Nach einem Einsatz für die Friedrich-Naumann-Stiftung in Madrid kehrte er 1996 zur NZZ zurück und übernahm die Berichterstattung als Fernostkorrespondent, insbesondere über China. Urs Schoettli hat Bücher über Indien und Pakistan publiziert.

Datum/Zeit: Dienstag, 27. März 2007, 19.30 Uhr
Ort: Aula der Neuen Kantonsschule Aarau, Schanzmättelistrasse 32
Eintritt: Fr. 15.-/ Fr. 10.- ermässigt

 
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